Rezertifizierung 2017

Das Katholische Familienzentrum Meschede hat sich zum dritten Mal dem aufwändigen Verfahren einer Zertifizierung gestellt und wurde deshalb für weitere vier Jahre vom NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport mit dem Gütesiegel eines Familienzentrums ausgezeichnet.
In einer kleinen Feierstunde im Kindergarten St. Franziskus wurde die Rezertifizierung von allen Erzieherinnen der drei beteiligten Kitas St. Franziskus, St. Raphael und St. Walburga gefeiert.
Die drei Leitungen der Einrichtungen Nicole Erves, Ruth Beuel und Marita Okesson bedankten bei ihren Mitarbeiterinnen für die geleistete Arbeit, die diesen Erfolg möglich gemacht hatte.
Im Auftrag des Landes NRW war eine ausführliche Überprüfung des Qualitätsprofils anhand der Dokumentationen durch PädQuis, der Pädagogischen Qualitätssysteme GmbH an der FU Berlin, vorausgegangen.
Den Abschluss bildete dann die Begehung aller drei Einrichtungen durch PädQuis Mitarbeiter, bei der anhand einer Checkliste die Bereiche und zusätzlichen Leistung überprüft wurden, die über die täglichen Aufgaben bei der der Kinder hinausgehen. Alle Leiterinnen erklärten dazu, dass diese zum Großteil darin bestehen, die Sorgen und Nöte aber auch Ängste und Zweifel der Familien zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Das Familienzentrum muss sich den veränderten Anforderungen der neuen Generation stellen und Eltern und Kindern immer zur Seite stehen. Dieses soll auch die nächsten vier Jahre die wichtigste Aufgabe des Katholischen Familienzentrums Meschede sein unter dem Motto

    „Gemeinsam sind wir stark zum Wohle der Kinder und deren Familien“.

Kinder mit Fluchterfahrungen in der Kita - Fortbildung für katholische Kitas gestartet

„Achtsam, würdigend, respektvoll und fördernd“, unter diesem Motto möchten die Leitungen der katholischen Kindertageseinrichtungen Hochsauerland Waldeck und Hellweg gem. GmbH zukünftig Potenziale sammeln und aktivieren, Herausforderungen entdecken und Kompetenzen stärken.

Der steigende Anteil von Kindern mit Fluchterfahrungen stellt die Fachkräfte in den Kitas vor neue Herausforderungen. Daher startete nun eine 8 tägige Modulfortbildung zum einen für Leitungen, zum anderen für Mitarbeiter, im Kolping-Bildungswerk in Soest.

Katharina Kasperkiewicz, Pädagogische Regionalleiterin der Kita gem. GmbH Hellweg und Martin Weimer, Leiter des Kolping-Bildungswerks Paderborn-Abteilung Erwachsenenbildung- begrüßten die Leitungen herzlich und wünschten einen guten Verlauf der Fortbildung, in der die interkulturelle und inklusive Begegnung im Mittelpunkt steht.

Die Erzieherinnen sind wichtige Wegbegleiter, die bei der Förderung der Kinder, der Bewältigung der Fluchterfahrung und bei der Integration in unsere Gesellschaft Eltern und Kindern unterstützend und beratend zur Seite stehen.

Dabei spielt die Haltung und das Profil der einzelnen Einrichtungen und der Mitarbeiter eine zentrale Rolle bei der pädagogischen Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung.

Daher gingen die Leitungen im ersten Modul zunächst der Frage nach, welche Gefühle sie bei dem Thema begleiten. Welche Leitmotive prägen die Führungskräfte, was erleben sie persönlich als Herausforderung, welche Fragen bewegen sie und was ist das „Schönste und Beste“ in der Arbeit mit Familien mit Fluchterfahrung?

Auch gemeinsame Ziele wurden diskutiert und festgelegt: Man möchte voneinander lernen, andere Kulturen kennenlernen, neue Erfahrungsfelder erschließen und Möglichkeiten des gemeinsamen Miteinanders entdecken, Orte für Begegnungen schaffen.

Sprachlosigkeit und vielleicht vorhandene Ängste sollen Platz machen für Freude, Neugierde, strahlende Kinderaugen, neue Wege, Bestärkung und Friede.

Auch die aktuelle politische Situation der Flüchtlingsfamilien, Informationen zum Asyl-und Aufenthaltsrecht, Aufenthaltsstatus und die damit verbundenen Rechte und Pflichten des Asylbewerbers stehen beim 2. Modul auf der Tagesordnung.

Weiterer Schwerpunkt wird das Thema „Traumatisierung“ sein. Hier geht es darum, Möglichkeiten und Grenzen von Entwicklung und Verarbeitung von traumatisierenden Erfahrungen für das Kind in der Kita auszuloten und emotionale Sicherheit und Normalität zu ermöglichen.

Auch die Themen Elternarbeit und Beziehungsgestaltung zu den Familien werden bearbeitet. Dabei werden die Leitungen gelungene Projekte des interkulturellen Austausches einander vorstellen und weiterentwickeln.